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Radsport-Legende Rudi Altig ist gestorben

Wir hatten Spaß am Ring!

Der ehemalige Radprofi Rudi Altig ist am 11. Juni 2016 im Alter von 79 Jahren gestorben. Mit ihm ist einer der größten Sportler Deutschlands gegangen – und wir haben unseren Namens-Patron verloren. Was bleibt, sind viele Radsport-Momente am Nürburgring, an die wir uns mit einem Lachen erinnern.

Ende Juli diesen Jahres wird im Rahmen von Rad am Ring erstmals das nach ihm benannte „Rudi Altig Race“, ein Profi-Rennen der UCI-Kategorie 1.1, stattfinden. Ziemlich genau 50 Jahre vorher begann die gemeinsame Geschichte von Rudi Altig und dem Nürburgring, als er mit erhobener Hand über den Zielstrich rauschte und die gesamte Weltelite hinter sich ließ. Sein WM-Sieg machte damals ganz Deutschland Freude. Seit 2003 war Rudi Altig immer mal wieder zu Gast bei Rad am Ring. Zur Premiere 2003 radelte der Altmeister noch selbst eine Runde, später betreute er 24-Stunden-Teams, erzählte Wissenswertes, Erlebtes und Anekdoten auf der Bühne oder beim Plausch im Fahrerlager – meist mit einem Lachen auf den Lippen.

Rudi Altig war ein feiner, geradliniger Mensch und großartiger Sportsmann für den der Nürburgring auch ein halbes Jahrhundert nach seinem Sieg dort nie die radsportliche Faszination verlor: „Der Ring ist nicht nur in Deutschland, sondern in der ganzen Welt bekannt. Hier ein Rennen zu gewinnen, ist etwas Besonderes“, erklärte der ehemalige WM-Sieger anlässlich der Pressekonferenz für das Rudi Altig Race im Mai am Ring. Leider wird Rudi den Startschuss zu dieser Premiere nicht mehr selbst geben können. Wir werden aber an ihn denken – jedes Jahr!

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Daten und Fakten zu Rudi Altig

Weltmeister und viel mehr

Viermal gewann Rudi Altig einen Weltmeistertitel. 1966 gewann er die Straßenweltmeisterschaft auf dem Nürburgring und sein Name ist seit diesem legendären Sieg eng mit der Rennstrecke in der Eifel verbunden. 50 Jahre nach seinem WM-Sieg kommen die Profis zurück an den Nürburgring und das Rennen im Rahmen von Rad am Ring wird seinen Namen tragen: Rudi Altig Race.
 
 T8A9007 Website  Name: Rudi Altig

 Geboren/ Verstorben: 18. März 1937, Mannheim / 11. Juni 2016, Remagen

 Familien Ehefrau, drei Kinder

 letzter Wohnort: Sinzig / Rheinland-Pfalz

 Karrierebeginn: 1952, Berufsfahrer 1960

 Karriereende: Ende 1971

 Größter Erfolg: Weltmeistertitel beim Rennen auf dem Nürburgring 1966 auf einem Fahrrad der  Marke Botecchia

 

 

 

 

 

 

Rudi Altig sammelte 18 Etappensiege bei den drei großen Radrundfahrten Tour de France, Giro d’Italia und Vuelta, trug 18 Tage das Gelbe Trikot bei der Großen Schleife, triumphierte bei der Flandern-Rundfahrt 1964 und bei Mailand-San Remo 1968. Mit dem Gewinn der Straßenweltmeisterschaft 1966 auf dem Nürburgring setzte er ein Glanzlicht seiner Karriere und errang damit einen Erfolg, den bis heute kein anderer deutscher Radprofi mehr wiederholen konnte. Eine herausragende Karriere, die auf der Bahn begann und ein Leben, das 1997 mit dem Bundesverdienstkreuz gewürdigt wurde.

 

Erfolge

1957

Deutscher Bahn-Meister Sprint und 4000-m-Einzelverfolgung

1958

Deutscher Bahn-Meister Zweier-Mannschaftsfahren und 4000-m-Einzelverfolgung

1959

Deutscher Bahn-Meister 4000-m-Einzel- und Mannschaftsverfolgung, Zweier-Mannschaftsfahren

Bahn-Weltmeister Einerverfolgung

1960

Bahn-Weltmeister Einerverfolgung

Deutscher Bahn-Meister Einerverfolgung

1961

Bahn-Weltmeister Einerverfolgung

Deutscher Bahn-Meister Einerverfolgung

Deutscher Meister 100-km-Mannschaftsrennen

1962

Spanien-Rundfahrt

1964

Deutsche Straßenmeisterschaft

Andalusien-Rundfahrt

Flandern-Rundfahrt

1966

Straßenweltmeisterschaft

Piemont-Rundfahrt

Giro della Toscana

1968

Mailand–Sanremo

1970

Deutsche Straßenmeisterschaft

Rund um den Henninger Turm

1962 – 1971

23 Siege bei Sechstagesrennen